CREDOPE – Videos von und für Jugendliche

Die Iserlohner Gruppe „Credope“ dreht „Youtube“-Videos rund um das Thema Glauben, mit denen sie vor allem die Jugend ansprechen will.

Kennen Sie den „Planscher“? Das ist jener Typus Kirchgänger, der sich vor dem Gottesdienst schwungvoll am Weihwasser bedient, und zwar so, als wolle er sich eine feucht-fröhliche Kopf-Oberkörper-Wäsche verpassen. Oder den „Zuspätkommer“? Das ist jener Geselle, der bei schon laufender Messe in die Kirche kommt, um dann zielstrebig den aus seiner Sicht am schlechtesten zu erreichenden Sitzplatz anzusteuern, und auf dem Weg dorthin andere Besucher durch die Reihen schlingernd zu touchieren.

Den Glauben wieder „dope“ machen

So oder so ähnlich sieht das in dem Video „Credopes typische Kirchgänger“ aus, das seit einigen Wochen bei „Youtube“ kursiert. Credope – das sind Laura Strelzyk (23), Max Ullmann (21), die Zwillinge Benjamin und Denis Smolarek (beide 20) sowie Patricia Pranschke, eine Gruppe junger Menschen, allesamt Studenten oder Auszubildende innerhalb des katholischen Pastoralverbundes Iserlohn.

Gegründet hat sich die Gruppe um den Jahresbeginn, sechs Videos sind inzwischen online zu sehen. Und die sind vor allem eines: nämlich humorvoll und witzig. Bisherige Themen sind Ostern und Fasten, der Aschermittwoch, heiliger Geist und Glaubensbekenntnis sowie eben die Kirchgänger.

Mit den nicht ganz ernst gemeinten Videos will die Gruppe vor allem junge Leute erreichen. Diese dann zur katholischen Religion zu bewegen, ist weniger das erklärte Ziel: „Uns reicht es schon, wenn die Leute einfach etwas mehr über Glauben nachdenken würden“, sagt Benjamin Smolarek.

Apropos nachdenken – „Credope“, das ist ein Wortspiel aus „Credo“ („Ich glaube“ und „dope“, als Adjektiv frei übersetzt „super“ oder „cool“. Ursprünglicher Arbeitstitel der Gruppe, die erstmals im Januar zusammenkam, war „Make Credo dope again“, wie Laura Strelzyk erzählt – eine Anlehnung an den berüchtigten Trump-Slogan „Make America great again“.

Seither trifft sich die Gruppe unregelmäßig, so wie es eben passt. Technische Unterstützung gab es vor allem anfangs von Pastoralverbund-Vikar Stefan Kendzorra. Ideen sammeln, ein Tag drehen, ein Tag schneiden, dann noch Musik unterlegen – mehrere Tage dauert es, ein solches Kurz-Video wie etwa das eingangs beschriebene herzustellen.

(Text von https://www.ikz-online.de/staedte/iserlohn/einmal-klicken-fuer-ein-halleluja-id212205907.html)

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